Omas Sauerbraten mit Buttermilch
Ihr liebt Sauerbraten genauso wie ich? Euch ist er aber oftmals viel zu sauer und klassischer Rinderbraten ist ebenfalls nicht so euer Ding, da Schuhsohle? Dann spitzt mal eure Öhrchen (oder eher Augen…), denn ich habe heute den wohl besten und zartesten Sauerbraten mit Buttermilch im Gepäck. Nach dem Rezept meiner Oma. Von wem auch sonst!
Warum Buttermilch?
In vielen Rezepten für Sauerbraten bzw. in den allermeisten Rezepten wird dieser in Essig oder gern auch in Rotwein eingelegt. So wird er schön zart und mürbe, denn die Säure lockert die Fasern im Fleisch und macht es so butterweich und sorgt natürlich für ein einzigartiges, säuerliches Aroma. (Siehe übrigens meinen Burgunderbraten hier)
Doch oftmals ist dieser säuerliche Geschmack vielen einfach zu viel und da kommt die Buttermilch ins Spiel. Die enthaltene Milchsäure macht das Fleisch nämlich ebenfalls schön zart, ist aber einfach viel milder und hinterlässt keinen sauren Nachgeschmack.
Weitere Zutaten für Omas Sauerbraten mit Buttermilch
Neben der Buttermilch, die ihr notfalls auch durch saure Sahne ersetzen könnt, besorgt ihr euch bitte ein gutes Stück Rindfleisch zum Schmoren für Omas Sauerbraten mit Buttermilch. Idealerweise sollte dies aus der Schulter oder der Keule sein. Beides ist ideal zum längeren Garen geeignet.
Außerdem braucht ihr ihr noch Lorbeerblätter, Pimentkörner und Wacholderbeeren. Dies kommt ebenfalls in die Buttermilchmarinade. Wer mag kann auch noch Pfefferkörner zugeben.
Für die Sauce benötigen wir ein paar Möhren und Zwiebeln und zudem etwas Tomatenmark und Rinderfond bzw. -brühe.
Zusätzlich besorgt ihr euch bitte Saucenkuchen. Dies ist ein Lebkuchen, der traditionell zum Andicken von Saucen genutzt wird. Er sorgt außerdem für ein leckeres Aroma. Falls ihr keinen bekommt, nehmt alternativ etwas Saucenbinder zum Andicken.
Dann benötigt ihr noch etwas saure Sahne zum Verfeinern und einen Schmortopf mit Deckel und schon könnt ihr mit der Zubereitung loslegen.
Zubereitung
Für den Sauerbraten mit Buttermilch entfernt ihr zunächst alle sichtbaren Sehnen vom Fleisch bzw. bittet euren Metzger des Vertrauens, obwohl dieser dies meist sowieso schon gemacht hat.
Dann nehmt ihr euch eine ausreichend große Plastikdose mit Deckel bzw, einen Topf und legt das Fleisch dort hinein.
Dann gebt ihr die Buttermilch, sowie Lorbeer, Piment und Wacholder dazu und stellt alles für 3-4 Tage in de Kühlschrank. Achtet möglichst darauf, dass das Fleisch komplett bedeckt ist. Falls nicht, wendet ihr das Fleisch bitte regelmäßig.
Nehmt das Fleisch dann aus der Buttermilch und tupft es mit einem Stück Zewa gut ab, bevor ihr es rundherum mit Salz und Pfeffer würzt.
Außerdem schält ihr bitte Möhren und Zwiebel und schneidet beides klein.
Bratet dann in eurem Schmortopf zunächst das Fleisch von allen Seiten an.
Nehmt es aus dem Topf, sobald es Farbe angenommen hat und schwitzt nun Möhren und Zwiebel in dem Topf an.
Fügt dann das Tomatenmark hinzu und röstet dieses ebenfalls kurz an.
Löscht mit etwas Fond ab und sobald dieser einreduziert ist, gebt ihr das Fleisch in den Topf.
Gießt den restlichen Fond dazu, schließt den Deckel und lasst nun alles für etwa 2-3 Stunden bei kleiner bis mittlerer Hitze auf dem Herd garen.
Wendet ab und an das Fleisch und sobald es zart ist und sich leicht mit einer Gabel lösen lässt, nehmt ihr das Fleisch wieder aus dem Topf und stellt es kurz zur Seite.
Nehmt euch den Saucenkuchen und gießt etwas von der Flüssigkeit aus dem Topf darüber. Lasst alles kurz einziehen, bis das Ganze schön breiig wird.
Währenddessen püriert ihr mit einem Stabmixer die Sauce und zerkleinert so die Möhren und Zwiebeln.
Dann lasst ihr die Sauce erneut aufkochen und fügt den Saucenkuchenbrei hinzu.
Verfeinert die Sauce nach Belieben mit saurer Sahne und schmeckt sie mit Salz und Pfeffer ab.
Dann gebt ihr das Fleisch bis zum Servieren in den Topf.
Welche Beilagen zum Sauerbraten in Buttermilch passen
Zum Sauerbraten in Buttermilch serviere ich am liebsten Rotkohl und Kartoffeln bzw. Kartoffelklöße.
Wer Rotkohl nicht mag, kann aber gern Rosenkohl oder Bohnen dazu reichen. Beides schmeckt ebenfalls sehr lecker.
Falls Nudelfans am Tisch sitzen, könnt ihr als Kompromiss ein paar Spätzle servieren.

Omas Sauerbraten mit Buttermilch
Zutaten
- 1 kg Rinderbraten
- 1 kg Buttermilch
- 2-3 Lorbeerblätter
- je 4-5 Wacholderbeeren und Pimentkörner
- 2 Möhren
- 2 Zwiebeln
- 800 ml Rinderfond
- 1 EL Tomatenmark
- 1 Saucenkuchen alternativ 1-2 TL Saucenbinder
- 100 gr saure Sahne
- Salz und Pfeffer nach Belieben
- 1 EL Butterschmalz
Zubereitung
- Das Fleisch von Sehnen und überschüssigem Fett befreien.
- In eine Tupperdose/Topf mit Deckel geben und Lorbeer, Wacholder, Piment und Buttermilch zugeben.
- Das Fleisch sollte im Idealfall komplett bedeckt sein.
- Deckel schließen und für 3-4 Tage im Kühlschrank durchziehen lassen. Falls das Fleisch nicht vollständig bedeckt ist, regelmäßig wenden.
- Nach der Zeit das Fleisch aus der Marinade nehmen und gut abtupfen.
- Mit Salz und Pfeffer würzen und kurz zur Seite stellen.
- Möhren und Zwiebeln schälen und grob schneiden.
- Das Fleisch in einem Schmortopf von allen Seiten anbraten, bis es Farbe angenommen hat.
- Herausnehmen und nochmals kurz zur Seite stellen.
- Jetzt Möhren, Zwiebeln und Tomatenmark anrösten und mit etwas Fond ablöschen.
- Fleisch in den Topf geben und den restlichen Fond zugießen.
- Deckel schließen und auf kleinerer Hitze für 2-3 Stunden schmoren, bis sich das Fleisch leicht mit einer Gabel lösen lässt.
- Fleisch rausnehmen, etwas Flüssigkeit entnehmen und damit den Saucenkuchen einweichen.
- Die Flüssigkeit mit einem Stabmixer nach Belieben pürieren.
- Alles erneut aufkochen und Saucenkuchen sowie saure Sahne einrühren.
- Abschmecken und das Fleisch bis zum Servieren wieder in den Topf legen.














Tolle Variante!