Rhabarberkompott wie von Oma gemacht
Rhabarber ist ja echt so ein Ding. Entweder man liebt ihn oder würde am liebsten davor wegrennen. Ich gehöre zur ersten Fraktion, denn Rhabarber ist für mich einfach nur Kindheit. Ob nun Kuchen, Marmeladeoder eben auch dieses Rhabarberkompott, alles erinnert mich an meine Oma. Und lecker schmecken all die Sachen sowieso.
Die Sache mit der Milch
Zu Gerichten mit Rhabarber solltet ihr immer Milchprodukte essen. Im Fall des Rhabarberkompotts passt Vanillesauce hervorragend oder gern auch eine Kugel Eis oder ein Klecks Sahne.
Dies hat den einfachen Grund, dass Rhabarber sehr viel Oxalsäure enthält, welche die Aufnahme von Calcium und anderer wichtige Mineralstoffe in eurem Körper hemmt. Dies merkt ihr allein schon am pelzigen Gefühl im Mund, sobald ihr Rhabarber pur esst. Deshalb solltet ihr es auch unbedingt vermeiden, den Rhabarber roh zu essen, denn durch das Erhitzen verringert ihr den Anteil schon enorm.
Wenn ihr dann noch Milchprodukte dazu serviert, neutralisiert ihr quasi die Oxalsäure. Das in Milchprodukten enthaltene Calcium bindet nämlich die Oxalsäure und macht sie fast unschädlich.
Dasselbe gilt übrigens bei Spinat und Mangold. Da helfen dann Sahne und reichlich Käse;-P
Zutaten
Für das Rhabarberkompott wie ich es von meiner Oma kenne, besorgt ihr euch bitte folgende Zutaten:
- Rhabarber: Ich mag es saisonal zu kochen, deshalb freue ich mich jedes Jahr wie Bolle wenn die Zeit ran ist und es frischen Rhabarber zu kaufen gibt. Wer diesen Beitrag jetzt im Dezember lesen sollte und richtig Lust auf das Kompott bekommt, darf ausnahmsweise auch die TK- Variante
- Zucker: In diesem Fall, „den guten, alten“ Industriezucker. Fühlt euch jedoch frei braunen Zucker, Ersatzprodukte oder was auch immer stattdessen zu nehmen.
- Vanilleschote: Zugegeben, diese hat meine Oma nicht bzw. sehr selten verwendet, weil Vanilleschoten in der DDR doch recht teuer waren und nicht wirklich zur Verfügung standen.Damals kam eher der gute Vanillezucker zum Einsatz. Aber meine Oma wird’s mir sicherlich verzeihen, dass ich ihr Kompott noch etwas aufgepimpt habe.
Dann benötigt ihr nach Belieben noch etwas Vanillesauce, Sahne oder eine Kugel Eis eurer Wahl und ihr könnt mit der Zubereitung loslegen.
Zubereitung
So wenig Zutaten wie das Rhabarberkompott hat, so schnell ist es auch in der Zubereitung.
Säubert zunächst den Rhabarber und schneidet die Enden ab. Je nach Frische des Stangengemüse könnt ihr diese auch schälen, indem ihr längs die Haut abzieht. Dies müsst ihr aber wirklich nur tun, wenn der Rhabarber nicht mehr ganz so frisch ist.
Schneidet ihn dann in Stücke und gebt ihn einen großen Topf.
Halbiert dann längs die Vanilleschote und kratzt vorsichtig das Mark heraus, welches ihr zusammen mit dem Zucker zum Rhabarber gebt.
Erhitzt dann alles unter ständigem Rühren, bis alles schön weich wird und der Rhabarber quasi zerfällt.
Je nach Vorliebe könnt ihr alles ganz weich köcheln lassen oder ihr lasst das Kompott noch etwas stückig.
Haltbarkeit
Bei uns hält das Rhabarberkompott tatsächlich nicht zu lange, weil es einfach zu lecker ist. Im Kühlschrank gelagert, ist es aber grundsätzlich etwa 7 Tage haltbar.
Falls ihr aber eine Rhabarberschwemme im Garten habt und ihr etwas länger was vom Kompott haben wollt, kocht ihr das Kompott idealerweise ein, nachdem ihr es in sterilisierte Gefäße getan habt. So lässt sich die Haltbarkeit auf mindestens 1 Jahr verlängern.

Rhabarberkompott wie von Oma gemacht
Zutaten
- 750 gr Rhabarber
- 150 gr Zucker
- 1 Vanilleschote alternativ 1 Päckchen Vanillezucker
außerdem
- Vanilleeis, Vanillesauce, Sahne, etc. Vanillesauce, Sahne, etc.
Zubereitung
- Rhabarber säubern, gegebenenfalls schälen und kleinschneiden.
- Die Vanilleschote längs aufschneiden, das Mark auskratzen und zusammen mit dem Rhabarber und dem Zucker in einen Topf geben.
- Alles erhitzen und unter ständigem Rühren einköcheln lassen, bis der Rhabarber zerfällt.
- Mit einem Milchprodukt der Wahl servieren. Sehr gut passt Vanillesauce.



so lecker wie von Oma!