Stifado - griechischer Rinderschmortopf
Die Griechen können schon was. Also neben dem Sommerwetter, auf jeden Fall kulinarisch. Und ich rede hier nicht von Gyros (was natürlich auch super schmeckt). Eins der besten Rinderschmorgerichte ist nämlich Stifado oder gern auch Stiffado. Glaubt mir, ihr möchtet in dem Topf baden. Und da Schmorgerichte im Moment eh angesagt sind UND im Hinblick auf die Feiertage, lege ich euch dieses Rinderragout sehr ans Herz.
Stifado?
Stifado kommt wie eingangs erwähnt aus Griechenland, ist aber eigentlich von den Venezianern im 13. Jahrhundert dort eingeführt wurden. Wenn mans also ganz genau nimmt, ist es ein italienisches Rezept und bedeutet übersetzt Schmorbraten, abgeleitet von dem italienischen Wort Stufato.
Welche Zutaten ihr für Stifado benötigt
Für Stifado bzw. den Rinderschmortopf besorgt ihr euch in jedem Fall Rindfleisch zum Schmoren. Sehr gut passen Rindernacken oder Schulter oder gern auch fertiges Gulaschfleisch vom Rind, falls ihr ersteres nicht bekommt.
Zudem brauchen wir ein ganzes Netz Schalotten und ein paar Knoblauchzehen. Die Menge an Zwiebeln sorgt dafür, dass die Sauce vom Stifado von ganz allein eindickt.
Im Original Stifado benötigt ihr für die perfekte Sauce außerdem einen griechischen, lieblichen bzw. halbtrockenen Rotwein. Idealerweise besorgt ihr euch Mavrodaphne. Ich nehme gern auch alkoholfreien Rotwein. Dieser ist meist eh etwas süßer, da ihm der Alkohol fehlt und das Gericht schmeckt dennoch phantastisch. Ich höre jetzt förmlich, wie manch Grieche jetzt Schnappatmung bekommt, aber probiert es ruhig auch mal in der alkoholfreien Variante aus.
Zudem kommen noch passierte Tomaten und gemahlene Nelke, ein paar Zimtstangen, Lorbeerblätter, sowie Salz und Pfeffer ins Essen.
Dann noch Olivenöl zum Braten und ihr könnt mit der Zubereitung anfangen. Idealerweise habt ihr zudem einen gusseisernen Schmortopf mit Deckel oder einen Bräter mit Deckel, worin ihr euer Stifado schmoren könnt.
Weil das Auge auch mitisst und um noch etwas Frische ins Spiel zu bringen, könnt ihr euch außerdem noch etwas frische Petersilie besorgen.
Zubereitung
Für das Stifado schneidet ihr das Fleisch in grobe Würfel. Ihr könnt sie ruhig etwas größer lassen.
Die Schalotten und den Knoblauch schält ihr und letzteres hackt ihr klein.
Nehmt euch dann einen Schmortopf und bratet darin zunächst das Fleisch von allen Seiten an.
Sobald es Farbe angenommen hat, nehmt ihr es aus Topf und röstet nun die Schalotten an.
Gebt den Knoblauch, zum Anschwitzen dazu löscht dann alles mit dem Rotwein ab.
Dann kommen die passierten Tomaten in den Topf, sowie Salz, Pfeffer und gemahlene Nelke.
Fügt als nächstes die Lorbeerblätter und die Zimtstangen hinzu und gebt das Fleisch zurück in den Topf.
Schließt den Deckel und lasst dann alles für etwa 2 Stunden bei 160°C (Umluft) im vorgeheizten Ofen garen.
Wenn ihr merkt, dass zuviel Flüssigkeit verdampft, gebt ihr gern noch etwas nach.
Das Stifado ist fertig, sobald das Fleisch auseinanderfällt.
Wer mag, kann vorm Servieren noch etwas frisch gehackte Petersilie über das Gericht streuen.
Welche Beilagen passen zum Stifado
Um es möglichst authentisch zu halten, könnt ihr zu eurem griechischem Rinderschmorgericht gern Tzatziki und Fladenbrot servieren. Dazu noch etwas Rotwein und ihr katapultiert euch direkt nach Griechenland.
Das Schöne an diesem Gericht ist allerdings, dass ihr es wunderbar als herbstlich/winterliches Essen mit deutschem Einschlag servieren könnt. Serviert einfach ein paar Salzkartoffeln oder Klöße dazu. Sogar etwas Rotkohl passt perfekt.
Wer es einfach halten will, serviert ein ofenfrisches Baguette. Dies reicht notfalls völlig aus.

Stifado - griechischer Rinderschmortopf
Zutaten
- 1 kg Rindernacken (oder anderes Schmorfleisch(
- 500 gr Schalotten
- 2-3 Knoblauchzehen
- 500 ml alkoholfreier lieblicher Rotwein
- 500 ml passierte Tomaten
- 2-3 Lorbeerblätter
- 1-2 Zimtstangen
- 1 TL gemahlene Nelke
- Salz und Pfeffer nach Belieben
- 2 EL EL Olivenöl
- frisch gehackte Petersilie nach Belieben
Zubereitung
- Das Fleisch in grobe Würfel schneiden.
- Knoblauch und Schalotten schälen und den Knoblauch hacken.
- In einem großen Schmortopf mit Deckel zunächst das Fleisch von allen Seiten anbraten und wieder aus dem Topf nehmen.
- Dann die Schalotten kurz anschwitzen.
- Knoblauch zugeben und ebenfalls kurz anrösten.
- Mit dem Rotwein ablöschen und die passierten Tomaten zugeben.
- Alles mit Salz, Pfeffer, gemahlene Nelke, Lorbeer und Zimtstangen würzen und das Fleisch wieder in den Topf geben.
- Deckel schließen und alles für mindestens 2 Stunden bei 160 Grad (Umluft) im vorgeheizten Ofen garen. Gegebenenfalls Flüssigkeit nachgießen.
- Das Stifado ist fertig, sobald das Fleisch zerfällt.
- Vorm Servieren mit gehackter Petersilie bestreuen.











perfekt in der kalten Jahreszeit